Impulse , Veranstaltungsformate

Erfolgsrezept - World Café, Open Space & Co.

(Beitrag von Doreen Biskup) Nach wie vor ist der Hype um Partizipation und Interaktion ungebrochen. Seminare hierzu schießen teilweise wie Pilze aus dem Boden und auch die Netzwerkstatt der Vereinigung Deutscher Veranstaltungsorganisatoren im letzten Jahr erfreute sich einer großen Teilnahmebereitschaft.

World Café, BarCamp & Co. sind mittlerweile in (fast aller Munde). Doch scheint es im Daily Business noch Unsicherheiten bei der Umsetzung und Anwendung zu geben.

Nach Meinung der MICE ACADEMY ist es zweitrangig wie Sie die einzelnen partizipativen und interaktiven Formate beim Namen nennen. Sie müssen das Grundprinzip verstehen, damit Sie individuell für Ihre Veranstaltungs- und Unternehmensziele Partizipation und Interaktion konzipieren können.



© X21de - Reiner Freese

Warum funktionieren partizipative und interaktive Formate?

Eventbusiness as Usual

Ein Blick in die Welt der Veranstaltungskonzeption zeigt, dass Veranstaltungen oftmals konzipiert werden, um die Teilnehmenden zu unterhalten. Es wird ein Veranstaltungsrahmen aufgespannt, der die Teilnehmenden derart in ein Muster  - in unserem Fall die jeweilige Veranstaltung - presst, dass den Teilnehmenden jedwede Form der Selbstverantwortung (ab-)genommen wird. Natürlich ist es ein Credo gelungener Konzeption & Organisation, dass sich die Teilnehmenden so intuitiv wie möglich beginnend bei der Anmeldung über die Anfahrt bis zur eigentlichen Veranstaltung und Abreise, durch die Veranstaltung bewegen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man Ihnen das Denken abnimmt.

Geben Sie Ihren Teilnehmenden ihre Selbstverantwortung zurück!

Bereits Kleinkinder erfahren Selbstwirksamkeit dadurch, dass ihnen im Rahmen ihrer motorischen und kognitiven Fähigkeiten, Aufgaben übertragen werden. Das beginnt beim „Selber anziehen“ und endet beim ungeliebten „Selber Aufräumen“. Sie merken „Selber machen“ ist hier das Stichwort. Denn nur darüber erfahren Ihre Teilnehmenden, dass diese SELBST etwas bewirken können. Die Teilnehmer werden nicht in einen Rahmen gepresst, sondern die Teilnehmenden bestimmen über diesen. Bereits Maslow kam über seine Bedürfnispyramide zu dem Schluss, das Anerkennung und Selbstverwirklichung die Bedürfnisse sind, die über den anderen stehen. 

 © Fotolia.de. - Kinder lauschen auch nicht stundenlang Ihren Vorträgen - Sie machen selbst.

Was sollten Sie tun?

Wenn wir bei Maslow bleiben, konzipieren Sie natürlich weiterhin perfekt durch designte und organisierte Veranstaltungen. Denn:

1. Stillen Sie Grundbedürfnisse

Zu den Grundbedürfnissen zählen Hunger, Durst aber auch Schlaf. Nun werden Sie an dieser Stelle keine Betten zum Schlafen aufstellen. Aber Sie bieten durch die Zeit ... weiterlesen

Mehr über die Autorin Doreen Biskup,
Stellvertretende Vorstandsvorsitzende VDVO
Verband der Veranstaltungsorganisatoren e.V.

Doreen Biskup ist nicht nur stellvertr. Vorstandsvorsitzende des VDVO e.V., sondern auch Geschäftsführerin der MICE ACADEMY und seit mehreren Jahren als Dozentin und Referentin in der MICE Branche tätig. Sie verfügt über eine weitreichende Expertise vor allem in den Bereichen Eventpädagogik und Konzeption. Die Frage nach dem Wie und Warum bestimmte Veranstaltungselemente im Vergleich zu anderen funktionieren, interessiert sie dabei besonders. Innovative und Partizipative Formate sind ihr Daily Business – einerseits in der konzeptionellen Beratung und Moderation für Großveranstaltungen, andererseits als Trainerin in Seminaren bei der MICE ACADEMY. Neben diesen Tätigkeiten ist Doreen Biskup als Freie Redakteurin für events magazine tätig. Eine kaufmännische Ausbildung, ein Diplom in Betriebswirtschaftslehre sowie ein Master in Pädagogik runden ihr Portfolio ab.

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