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Fliegen Event-Apps aus dem App Store?

Fliegen Event-Apps aus dem App Store?

(Beitrag von LINEUPR) Jeder Veranstalter, der schon einmal eine Event-App für eine Veranstaltung eingesetzt hat, kennt das Prozedere mit Bereitstellung über die App-Stores. Jedoch gibt es jetzt eine gravierende Änderung bei Apple, die das Liefern einer Event-App über den App Store nicht mehr so einfach macht.

Apple hat ein klares Statement gegen Spam und App Klone mit seinen neuen App Store Regeln gesetzt. So weit, so gut. Dies hat jedoch auch weitreichende Auswirkungen auf die Event-App-Industrie, da ein Großteil der klassischen White-Label-Lösungen für das iPhone rein technisch genau in diese Kategorie fallen. Wir erklären Details, die Auswirkungen und Alternativen.


Fotocredit: Apple Store, pixabay.com/matcuz

Was ist passiert - Regel 4.2.6 

Apple hat die neue Regel 4.2.6 in die App Store Review Guideline eingeführt. Sie besagt: "Apps, erstellt auf einer kommerziellen Vorlage oder Dienstleistungen, welche eine automatisiert App Generierung ermöglichen, werden abgelehnt." Spam und geklonte Apps sind nicht mehr erwünscht. Ein toller Artikel mit mehr Hintergründen dazu stammt von Techcrunch.

Was ist das Ziel von Apple

Grundsätzlich sind App-Klone schon immer im App Store verboten. Die neue Regel präzisiert jedoch das bisherige Vorgehen und erlaubt umfassende Löschungen aus dem App Store.

Mit diesen Maßnahmen möchte Apple die Qualität der Apps in ihrem App Store erhöhen. Leider ist es bisher so, dass sobald eine spezielle App einen gewissen Hype gewinnt, viele andere Apps diese Funktionsweise kopieren. Außerdem arbeiten sehr viele Unternehmen mit einer Template-App und Basis Funktionen, welche für andere Apps einfach kopiert und meist nur optisch angepasst werden. Dies führt zu einer Überschwemmung der App Stores mit Klonen. Mit der Änderung soll das verhindert und ein App Store kreiert werden, welcher primär aus hochwertigen und individuellen Apps besteht.

Konsequenzen für Event-Apps

Praktisch alle White Label Anbieter für Event-Apps verwenden bisher eine Basis mit festen Funktionen. Wenn ein Kunde eine Event-App bestellt, wählt er auf dieser Grundlage die gewünschten Funktionen aus und anschließend wird die App noch optisch angepasst. Dies ist technisch genau die Beschreibung von geklonten Apps und damit ab diesem Jahr nicht mehr erwünscht im App Store. Der Einsatz einer speziell für ein Event eingestellten App für das iPhone wird somit wesentlich schwieriger bis unmöglich.

Universal-App als Ausweg

Viele Event-App-Anbieter haben bereits reagiert und eine universelle Event-App entwickelt, auf der alle Events, egal ob Konferenz, BarCamp oder Business Veranstaltung, gemeinsam dargestellt werden. Jeder Teilnehmer installiert also die App des Event-App-Anbieters auf seinem Smartphone und nicht die des jeweiligen Events. Die jeweiligen Inhalte werden anschließend für jedes Event separat innerhalb dieser Universal-App nachgeladen. Da Veranstalter sich heute jedoch sehr bemühen ihre Events möglichst individuell zu gestalten und jeden Teilnehmer auf seine ganz eigene Art anzusprechen, scheint es fraglich, ob eine solche One-fits-all-Lösung die richtige Strategie ist. Das eigene App-Icon zum Event oder die Suche nach dem Eventnamen im App Store sind nicht mehr so einfach möglich.

Die Alternative heißt Web-App

Event-App-Anbieter, wie LineUpr, welche ausschließlich auf webbasierte Apps setzen und auf native Entwicklungen verzichten, sind durch die Veränderung der Regelungen nicht betroffen. Sie sind unabhängig von den App Stores, sodass sich hier nichts ändert.

Diese Unabhängigkeit gibt dem Veranstalter Planungssicherheit und Flexibilität. Web-Apps sind eine wahre Alternative zu klassischen Event-Apps aus den App Stores. Die kostengünstigere Entwicklung und die flexible Vermarktung per URL und ohne Installation sind nur einige Vorteile von webbasierten Lösungen. Veranstalter sollten diesen Ansatz auf dem Schirm haben. Viele Veranstalter aus der Branche sehen bereits das Potenzial für eine mobile Lösung, die jedes Budget bezahlen kann.

Zusammenfassung

Native Event-Apps werden auch nach der Anpassung der App Store Regeln von Apple nicht verschwinden. Alle Anbieter werden ihre Vorgehensweise jedoch überarbeiten müssen. Die Anzahl der White-Label-Event-Apps wird stark abnehmen. Viele Anbieter werden als Konsequenz auf eine Universal-App setzen, in der die Inhalte des jeweiligen Events dynamisch nachgeladen werden. Als Alternative zu klassischen Event-Apps positionieren sich webbasierte Ansätze, wie die von LineUpr, welche völlig unabhängig von den App Store eine flexible und kosteneffiziente Lösung mit Zukunftsperspektive bieten.