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Die AVUS Tribühne wird zur Eventlocation in Berlin

Berlinbesucher, die über die AVUS nach Berlin kommen, sehen als erstes von der Hauptstadt eine heruntergekommene Tribüne. Das hat Hamid Djadda seit längerem sehr geärgert. Also kaufte er kurzerhand die Tribüne um daraus eine neue aufregende Eventlocation zu schaffen. 

Die 1921 eröffnete AVUS ist die erste Autobahn der Welt und wurde bis 1999 als Rennstrecke genutzt. Die 240-Meter-Tribüne mit Platz für 4000 Besucher kam 1936 hinzu.  Der Mythos der AVUS ist ungebrochen, ihre Geschichte ist weltbekannt und die Berliner haben sie ins Herz geschlossen. Spätestens bis zum 100. AVUS-Jubiläum im Jahr 2021 soll die Umgestaltung der sanierungsbedürftigen Tribüne beendet sein.  

Dabei wird die historische Struktur der Tribüne erhalten und als wesentlicher Bestandteil des Konzeptes sichtbar bleiben. Die einhundertjährige Geschichte der Avus wird durch "Alt und Neu" verdeutlicht, wobei sich die neuen Elemente vom Bestand deutlich absetzen. Behutsame Eingriffe werden konstruktiv an Stellen vorgenommen, um dem Gebäude eine zukünftige Nutzung zu ermöglichen, jedoch ohne sein "Gesicht" zu verlieren.

Baulich wird der Mittelteil im Bereich der Kanzel durch eine dreiseitige Verglasung geschlossen und zu einem Veranstaltungsbereich aufgewertet werden. Auf der Tribünenanlage werden Podeste zur Präsentation installiert, die natürliches Licht in das Erdgeschoss leiten, um die darunter liegenden Flächen nutzbar zu machen.

Im Erdgeschoss ist ein Nutzungsmix aus Büroflächen, Cafés, Läden sowie ggf. ein Avus Museum vorgesehen. Großflächige Fensteröffnungen zum Messedamm werden in die vorhandene Struktur eingepasst und erhöhen die Transparenz zur Messe.

Das Tribünendach wird nach historischem Vorbild saniert, wobei die Untersicht mit Holzbalkenlage und Bretterschalung wieder hergestellt wird. Ein Teil der Tribüne wird nach original Vorbild restauriert und soll in geführten Gruppen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Ein Geschichtsdenkmal und Symbol für die Rennsportgeschichte wird als Tor zu Berlin markiert.

 

Entwurfsverfasser: Janiesch Architektur
Bildnachweis: Janiesch/Dreidesign