Arbeitszeitmodelle und mehr Rechtssicherheit für die Veranstaltungsbranche.
Parlamentarisches Frühstück des Forum Veranstaltungswirtschaft
Am 19. März 2026 folgten insgesamt 21 Parlamentarier:innen demokratischer Parteien der Einladung des Forums Veranstaltungswirtschaft zum Parlamentarischen Frühstück in das Bedienrestaurant des Bundestags. René Tumler (EVVC), Björn Sänger (VDVO), Robert Ninnemann (FAMA), Johannes Everke (BDKV), Marcus Pohl (isdv) und Marc Stähly (isdv) diskutierten mit den Anwesenden vor Ort aktuell drängende Themen aus der Veranstaltungsbranche.
Klare Regeln bei der Arbeitszeit
Das Forum setzte zum Thema Arbeitszeiten in der Veranstaltungsbranche deutliche Akzente. Dabei ging es um die klare Forderung nach Einführung einer verbindlich geregelten Höchstarbeitszeit, innerhalb des EU-Rahmens von 48 Wochenstunden, bei maximal 12 Stunden pro Tag unter Beibehaltung der gesetzlichen Ruhezeiten von 11 Stunden.
Selbständigkeit nach klarer Definition
Ebenso wurde der Gesprächsfaden zur anhaltenden Rechtsunsicherheit, die sich aus der aktuellen Praxis des Statusfeststellungsverfahrens ergibt, aufgenommen. Es braucht eine gesetzliche Definition von Selbständigkeit im BGB, SGB und Arbeitsrecht, ein branchenübergreifendes und bundesweit einheitliches Statusfeststellungsverfahren in § 7 und § 7a SGB IV sowie die Wiedereinführung des § 7b SGB IV in der Fassung von 1999. Rechtliche Transparenz und Sicherheit müssen bereits vor Auftragserteilung für beide Seiten verlässlich bestehen.
Ausblick auf mögliche Ergebnisse
Aufgrund der bereits laufenden Gespräche in der Koalition, rechnet das Forum Veranstaltungswirtschaft damit, dass es bei einigen Punkten der Forderungen schon im zweiten Quartal 2026 zu relevanten Abstimmungsergebnissen kommen könnte.
Der Dank gilt allen Teilnehmenden, die der Einladung des Forums gefolgt sind, für den offenen und wertschätzenden Diskurs.
Das Forum Veranstaltungswirtschaft ist die Allianz sieben maßgeblicher Verbände des Wirtschaftsbereichs. Dazu zählen: der BDKV (Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft e. V.), der EVVC (Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e. V.), der FAMA (Fachverband Messen und Ausstellungen e. V.), die ISDV (Interessengemeinschaft der selbständigen Dienstleisterinnen und Dienstleister in der Veranstaltungswirtschaft e. V.), der LIVEKOMM (Verband der Musikspielstätten in Deutschland e. V.) und der VDVO (Verband der Veranstaltungsorganisatoren e. V.) Ziel der Allianz ist es, Netzwerke, Kompetenzen und Ressourcen zu bündeln, um damit und durch einen gemeinsamen Auftritt bei der politischen Lobbyarbeit noch schlagkräftiger zu sein. Der Zusammenschluss der wesentlichen Sektoren der Veranstaltungswirtschaft versteht sich ausdrücklich nicht als Dachverband. Jeder Partner vertritt die spezifischen Interessen seiner Mitglieder auch weiterhin unmittelbar. Die Schnittmengen der politischen Erwartungen der diversen Sektoren, wie der Kultur-, Kongress- und Tagungsveranstalter:innen, Veranstaltungsstätten, Veranstaltungsplaner:innen, Veranstaltungsdienstleister:innen und Schaustellerbetriebe sowie Hersteller:innen und Händler:innen von Event-Technik, sind jedoch groß und alle Teilbranchen sind eng miteinander verzahnt. Daher wird durch den Schulterschluss der Verbände die Wahrnehmung des Wirtschaftszweigs durch Politik und Öffentlichkeit erheblich erhöht.