inControl Summit 2026: KI ist nicht das Tool. KI ist das Fundament
V.l.n.r.: Maxi Nessmann, Björn Sänger, Stephenie Lintl-McLean, Ade Allenby
„KI ist kein Tool unter vielen. KI ist Infrastruktur.“ Nicole Deisenhofer (Proske) hat diesen Satz am 2. Juni beim inControl Summit im CCD Congress Center Düsseldorf gesagt, und er traf einen Nerv. Denn er benennt, was die Branche seit Jahren umgeht: Der Umstieg auf KI ist keine Frage der Anwendung. Es ist eine Frage des Fundaments.
Genau für solche Gespräche hat inControl, die Community-Marke hinter der run.events GmbH, mit dem VDVO als strategischen Partner, diesen Summit ins Leben gerufen. Ein handverlesener Kreis führender Köpfe der Branche, mehr als 15 Sessions, ein Tag. Bewusst persönlich, bewusst ohne Bühnenshow. Denn Verbindungen zwischen den Entscheiderinnen und Entscheidern einer Branche erzeugen Erkenntnisse, die nachhaltig wirken.
Was Infrastruktur bedeutet
Wenn KI Infrastruktur ist, verändert das nicht die Oberfläche, sondern das Fundament. Colja Dams (VOK DAMS) hat das mit seiner Eröffnungskeynote über den Digitalen Doppelgänger sichtbar gemacht. Aus KI-gestützten Eventdaten entsteht ein präzises Modell des Publikums, das Veranstaltern erlaubt, Verhalten vorherzusagen, Erlebnisse zu personalisieren und das Programmbudget zu testen, noch bevor ein einziger Stuhl aufgebaut ist. KI nicht als Feature, sondern als Planungsgrundlage. Die Pre-Data-Ära hat begonnen.
„Die Zukunft gehört jenen, die aufhören zu experimentieren und anfangen, mit KI messbaren Business Impact zu erzeugen.“
Colja Dams, CEO, VOK DAMS worldwide
Deisenhofer und ihr Co-Speaker Markus Struppler (Proske) gingen in ihrer Session „Redlines, Risk & Reality: The AI-Ready Agency Playbook“ noch einen Schritt weiter. Infrastruktur bedeutet auch echte Entscheidungen, echte Risiken und echte Konsequenzen im Kundengespräch. Kein Visionen-Pitch ohne Substanz, sondern ein Playbook für Agenturen, die jetzt handeln.
Regeln brechen, Fundament legen
Wenn das Fundament wechselt, gelten alte Regeln nicht mehr. Das Panel am Vormittag diskutierte genau das. Prof. Stefan Luppold (DHBW Ravensburg), Kai Opitz (Düsseldorf Congress), Berry Medendorp (eventmanager.de) und Jens Oliver Mayer (Jack Morton Worldwide) sprachen darüber, was ein echter Paradigmenwechsel bedeutet, wenn KI nicht nur eingesetzt, sondern konsequent ins Denken und Handeln integriert wird.
Jens Oliver Mayers Antwort war die, die hängen blieb: KI einsetzen, Regeln brechen, sich notfalls später entschuldigen. Der Satz saß, weil er ausspricht, was viele denken, aber selten laut sagen.
Björn Sänger (VDVO) setzte das entscheidende Gegengewicht: Events werden menschlich bleiben. KI übernimmt Organisation, Logistik und Analyse, und befreit damit die Kreativität der Planer. Kein Ersatz, sondern Entlastung. Infrastruktur im besten Sinn.
Auf der Bühne standen Colja Dams (VOK DAMS), Nicole Deisenhofer und Markus Struppler (Proske), Prof. Stefan Luppold (DHBW Ravensburg), Kai Opitz (Düsseldorf Congress), Berry Medendorp (eventmanager.de), Jens Oliver Mayer (Jack Morton Worldwide), Björn Sänger (VDVO), Adis Jugo (run.events), Maxi Nessmann (LiveCom), Ade Allenby (Allenby Advisory), Maria Kofidou (Düsseldorf Congress), Bernd Fritzges (MICE DESK), Peggy Reuter-Heinrich (HeiReS), Mustafa Toroman (European AI & Cloud Summit), Michael Tschakert (knw.), Saskia Klinder (meetreet), Raphael Köllner (KöllnService) und Stephenie Lintl-McLean (Beyond Branding Events).
„Wir wollten keine weitere Konferenz über KI im Event. Wir wollten das Gespräch anstoßen, das diese Branche wirklich führen muss. Die Qualität der Sessions, die Ehrlichkeit auf der Bühne und die Energie im Raum haben uns gezeigt: Da ist etwas dran. Wir kommen wieder.“
Adis Jugo, CEO, run.events GmbH
Wie es weitergeht
Die zweite Ausgabe des inControl Summit ist gesetzt. Termin und Format folgen. Wer nichts verpassen und schon jetzt die Eröffnungs-Keynote on demand sehen will, wird Teil der inControl Community unter incontrol.events.